Pfingstklubtour Böhmisches Paradies (Teil 2)

Hier nun der 2.Teil zum Böhmischen Paradies. Wie Peter schon im 1.Teil geschrieben, sind einige Bergpiraten schon eher angereist…auch wir. Da Peter, Dana und ich schon einmal im März vor Ort waren, wusste ich, dass man relativ gut und schnell ins Camp Eden Jinolice Jičín kommt. Leider wusste dies mein Navi nicht. Obwohl er auf „schnellster Weg“ eingestellt war, führte er uns durch die schöne Natur Tschechiens. Der Weg ging durch den Wald und die Straße wurde immer enger…“Das kann doch nicht richtig sein?“…Problem war nur, es war kein Platz zum Wenden. Also blieb uns nichts anderes übrig als dem Navi (einer Frau übrigens) zu vertrauen. Dann hörte der Wald auf und vor uns lag Eden…Camp Eden. Geschafft.

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Den Freitag haben wir genutzt um in Jičín zu bummeln und die tschechischen Köstlichkeiten zu genießen.

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Am Nachmittag ging es ins Hallenbad. Alles war gut, bis ich die Halle betreten habe. Sofort stürzte die Bademeisterin auf mich zu und zeigte auf meine schöne Badehose. Ich wusste nicht was sie wollte, denn sie konnte genau so gut Deutsch wie ich Tschechisch. Zum Glück hatte ich ja meine Dolmetscherin mit. Es stellte sich raus, dass meine Badehose zu weit war. Ich sollte gehen, oder mir eine Tschechische Standardhose kaufen. Nach langem hin und her habe ich mir dann eine schöne Badehose gekauft.

Am Samstag Morgen waren die nächsten Bergpiraten schon im Camp und wir machten uns gleich in die Prachauer Felsenstadt.

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Dort wurde schon mal geschaut wo man klettern könnte. Wir machten in der Turisticka Chata Pause und es gab Pivo und Knedlik. Peter verriet mir noch, dass es hier den besten Palatschinken gebe. Er sollte recht haben…so etwas leckeres habe ich noch nie gegessen. Am Abend wurde gegrillt und auch etwas getrunken.

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Später wurde dann noch die Deutsch-Tschechische-Freundschaft getestet…Achim, dass war eine Hammer Aktion :-) .

Sonntag sind die Kletterer abermals in die Prachauer Felsen und das Wandervolk hat sich auf nach Sedmihorky gemacht. Wir parkten vor dem Campingplatz und bei den ersten kamen Erinnerungen vergangener Tage hoch…Wie schön war es damals und Gela erinnerte sich ziemlich genau an den schönen Campingplatzbesitzer. Micha`s Gedächtnis war so gut, als ob er gestern erst hier gewesen ist, dass es zielstrebig quer Feld ein ging.

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Es war teilweise ziemlich ansträngend und ich ziehe jedes mal meinen Hut vor der älteren Generation (ab 70), wie sie das alles mitmachen und teilweise noch vor uns laufen. Auf jeden Fall wurde von alten Zeiten und gekletterten Wegen berichtet. Wir kamen an eine Stelle, wo Micha sagte, dass hier in der Nähe ein Krokodil im Fels geschlagen ist. Nach ein paar Metern sahen wir ihm. Na gut…mit sehr viel Phantasie könnte es einer sein. Wie sich nach weiteren 10 Meter rausstellte, war dies gar kein Krokodil. Der Richtige war deutlich zu erkennen…Micha wurde glatt gefressen.

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So liefen wir weiter bis zur Gabelung der Planlosen. Wo geht´s lang, dass war die große Frage? Gut, dass wir eine Wanderkarte dabei hatten und noch besser war, dass sie keiner richtig lesen konnte. Ich hielt mich da lieber raus.

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Egon hat dann den Weg festgelegt. Wir brauchten einen schuldigen im Falle eines Falles. Es kamen dann wieder Schilder, welche Dana lesen konnte und wir folgten den Weg zur Burg Valdstejn. Immer vorne weg die Hunde mit ihrer Führerin. An der nächsten Weggabelung kam es dann zu Unstimmigkeiten. Denise, Gela und die Hunde waren schon auf dem vermeidlich richtigen Weg…sie haben gerade eine vorbeikommende Tschechische Gruppe nach den Weg gefragt. Würde gerne wissen was sie gefragt haben und was die Tschechen verstanden haben? Auf dem Wegweisern stand jedenfalls etwas anderes. Mit großer Überredungskunst konnten wir sie überzeugen den richtigen Weg mit uns zu gehen. Nach ein paar hundert Meter hatten wir unser Ziel erreicht…vor uns lag die Burg Valdstejn.

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Natürlich schauten wir uns die kleine aber feine Burg auch von innen an und entdeckten viel interessantes. Was hatten wir für ein Spaß…nein wir sind nicht auf der Titanic, wir sind immer noch auf Burg Valdstejn. Waldi und Dana sind immer wieder für ein Spaß zu haben und Waldi genoss es…einmal wie Leonardo zu sein. Auch die anderen hatten ihren Spaß und mussten mit dem Kopf durch die Wand.

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Nachdem wir alles entdeckt hatten, machten wir und wieder auf den Rückweg zum Campingplatz, wo wir noch eine Kleinigkeit aßen…das hatten wir uns verdient…nach 18km, oder waren es doch nur 17? Gestärkt machten wir und auf den Weg ins Camp Eden. Dort ließen wir den Abend ruhig ausklingen. Erst Abendessen im Restaurant und dann noch am Feuer mit Pivo und jeder Menge „Chips and Flips“…ich kann das Zeug heut noch nicht sehen.

Am Montag ging es für einige schon direkt Heim und andere folgten noch der Idee…wir könnten uns doch noch das Wahrzeichen den Böhmischen Paradieses anschauen…Die Burgruine Trosky. Gerhart machte noch zum Frühstück die Bemerkung: „Haben die nicht Montags zu!?“ Aber egal…wir fahren mal hin. Es sollte aber nicht anders werden, denn schon der Parkplatz war ziemlich leer. Wir sind aber mal hoch zur Burg und standen schließlich vor verschlossener Tür. Trotz alledem hatten wir einen schönen Ausblick.10
Nun machte sich der Rest auf dem Rückweg…nur Dana und ich blieben noch für zwei Tage. Peter gab uns noch ein paar Tipps und dann war es schon vorbei, ein schönes Wochenende mit den Bergpiraten. Ich denke auch, es hat jedem Gefallen und auch von unserer Seite…gerne wieder.

Was Peter uns Vorgeschlagen hat, was wir zwei noch erlebt haben und warum es für Dana noch eine riesen Überraschung gab?…das könnt ihr dann im Teil3 lesen.

 

Berg Heil

Mario

4 Kommentaren

  1. Nach dem Bericht von Peter waren wir nun auf die Fortsetzung gespannt. Danke Mario für Deinen weiterführenden Report!!! So schöne Pfingsttourenberichte haben wir in den letzten Jahren nicht bekommen.
    Danke an Euch
    Eure Astrid und Euer Profi

  2. Hallo Mario,
    Danke für den schönen Bericht, ja – es war eine richtig feine Klubfahrt und „schreit“ förmlich nach Wiederholung. Im Paradies oder in Teplitz – Adr – Braunau, es gibt so viele phantastische Ecken – im Prinzip „gleich um die Ecke“.
    In diesem Zusammenhang hoffe ich, dass Hardy reichlich Klubtouren-Vorschläge für 2016 erhält. Meine hat er schon!

    Gruß Peter

  3. Diese beiden Berichte erinnern an eine wunderbare Pfingstklubtour. Ein dickes Dankeschön an die Organisatoren und natürlich an die immer gut gelaunten Bergpiraten.
    Viel Grüße Maritta

  4. Ein weiterer sehr gut gelungener Bericht der Pfingsttour, wir sind schon gespannt auf Teil III.
    PS: ich erwarte wie Peter schon anmerkte Eure Clubtourenvorschläge für`s neue Jahr!
    Berg Heil Hardy

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