Clubtour Müglitztal

Sachsenhöhe

Klubtour der Bergpiraten August 2018

Die heutige Wandergruppe der Bergpiraten hatte 3 hochmotivierte Teilnehmer: Maritta mit Enkel, Egon und Jürgen.

In unmittelbarer Nähe des Parkplatzes an der Müglitz folgten wir dem grün/gelb markierten Wanderweg flussabwärts. Nach relativ kurzer Zeit überquerten wir die Müglitz auf einer Holzbrücke. Ziel war der historische Marktplatz von Bärenstein oberhalb des Müglitztales. Den jetzt auftretenden Regenschauern mit Windböen trotzen wir mit unseren für solche Fälle mitgeführten Outdoorjacken. Egons Antiregenwaffe war der Regenschirm. Schade, dass ich ihn wegen des Regens nicht fotografiert habe.

Am Marktplatz angekommen gab es die erste Rast auf einer Bank der Bushaltestelle. Gemeinsam entschieden wir uns für das nächste Wanderziel, die 632m hohe Sachsenhöhe. Auf der mitgeführten aktuellen Wanderkarte war der Weg dorthin mit Markierungszeichen (grünen Punkt bzw. grünen Querstrich für den Rundweg) sehr deutlich dargestellt, was aber in keiner Weise der Praxis entsprach. Lediglich auf dem Bärensteiner Markt war ein separater Wegweiser, dann nichts mehr. Das war für uns natürlich kein Problem, nur im Bergbaugebiet der Sachsenhöhe musste man dann nach Bauchgefühl gehen.

Bevor wir weiter zur Sachsenhöhe aufsteigen noch folgende Informationen:

Seit 1486 wurde auf diesem Berg bzw. diesem Gebiet Bergbau vorrangig zur Zinngewinnung betrieben. Im 18. Jahrhundert soll hier in 100 Bergwerken gearbeitet wurden sein. Nach fast 400 Jahren war 1861 Schluss.

Weiter ging es nun mäßig bergauf. Auf Informationstafeln (keine Wegmarkierungen) wurde über der Geschichte des Berges/Gebietes informiert. Je höher, desto besser wurde die Aussicht. Im Nordwesten tauchte eine markante Bergspitze auf. Egon wusste sofort Bescheid, das ist der Luchberg, 576 m hoch, und er hatte recht, wie die Einortung der Karte zeigte.

Es wurde nicht langweilig, durch den ständigen Wechsel von dicken Wolken, böigen kalten Wind und Sonnenschein waren wir ständig mit Anziehen und Ausziehen beschäftigt.

Dann war es soweit, wir erreichten die in der Wanderkarte angezeigte Schutzhütte, fast neu und sehr praktisch.

Gegenüber der Schutzhütte war der Geising, 824 m hoch, aus einer vollkommen anderen Perspektive zusehen, ein richtig schönes Panoramabild.

In kurzer Entfernung von der Schutzhütte erkundeten wir dann das eigentliche mit hohen Wald bewachsene Bergbaugebiet der Sachsenhöhe, gekennzeichnet durch Bruchlöcher, Mini-Pingen, eingestürzte Stollen, Schurflöcher und Halden. Abweichung vom Weg bedeutet hier Lebensgefahr, deshalb auch beidseitig des Weges Stahlseile, um die Gefahr deutlich zu machen.

Für den Rückweg sind wir dann den Rundweg gegangen, den wir dann auch nach kurzer Suche gefunden haben.

Berg Heil   Jürgen

Mädelrolle

Die Teilnehmer der Klettergruppe waren zu dieser Clubtour mal ausnahmsweise in der Mehrzahl. Das muss ja auch mal sein. Wie es sich für die Kletterer gehört, wird das Auto fast am Kletterfelsen geparkt. Nein, Spaß beiseite, vom Parkplatz an der Bahnlinie Heidenau Altenberg, direkt am Abzweig Börnchen, sind es nur wenige Minuten bis zu den Rollefelsen des Müglitztales. Am Bach entlang und den steilen Hang hinauf kommen wir zuerst an die Mädelrolle und anschließend über Sicherungsseile am Hang, zur Männerrolle. Die Jugendgruppe Krain stieg sofort einen schweren Weg hinauf. Thomas und ich erreichen den Gipfel der Männerrolle über den ca. 60 m langen Kammweg. Ein zwischenzeitlicher Regenguss konnte uns da auch nicht aufhalten. Zurück an der Mädelrolle, die Sonne schien auch wieder, kletterte wir eine 30 m eigene Variante quer durch die Wand vom Einstieg des Alten Weges. Selbst Conny hat das Spaß gemacht. Der Jugend war dieser Schwierigkeitsgrad eindeutig zu niedrig. Abschließend kann ich sagen, es hat wieder richtig Spaß gemacht und mein Knie hat sich auch nicht gemeldet! Zu den Rollefelsen gehören noch weitere kleinere Kletterfelsen in der Umgebung. Am Bach ist eine schöne Badestelle für heiße Tage eingerichtet. Wichtig zu erwähnen sei noch das die Kletterfelsen vom 1.1. – 1.8. jedes Jahres aus Naturschutzgründen gesperrt sind.

Mädelrolle

Berg Heil Hardy

1 Kommentar

  1. Da kommt schon ein bisschen Neid auf, dass ich zu Hause bleiben musste. Zumahl es in neue Gefilde ging. Die Bilder machen Lust auf mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.