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April 2026 Externe Tour in West-Java Gunung Parang (Indonesien)

Wahrscheinlich hat doch der ungünstige Startplatz der vorgesehenen April-Klubtour in Jetrichovice die Bergpiraten abgeschreckt bis dort zu fahren. Parallel zu der geplant Fahrt haben zwei Bergpiraten auf Java (Indonesien) eine externe Klubtour  durchgeführt. Eine wunderschöne Klettertour an der 900 m hohen Nordwand des Gurung Panang wurde immer wieder in der Literatur beschrieben, so dass die Neugierde sehr groß war, den dortigen Klettersteig anzugehen.

Wir waren bereits mit der Eisenbahn von Bandung nach Purwakarta gefahren und hatten dort übernachtet. Öffentliche Transportmöglichkeiten waren leider nicht verfügbar, so dass wir uns entschlossen ein Taxi bis zum Einstieg des Klettersteiges zu nutzen. Mit der TaxiApp „Grab“ ließ sich das auch recht einfach bewerkstelligen. Die Fahrt durch den tropischen Regenwald von Java führte uns an kleinen Reisbauern-Dörfern vorbei. Größtenteils waren die Straßen mit Schlaglöchern übersäht. So war es nicht verwunderlich, dass wir für die Strecke von 25 km 2h benötigten. Auch die Kosten von €7,00 waren dementsprechend, für hiesige Verhältnisse, sehr hoch.

Ein paar Nachfragen bei den Einheimischen, da es keine Ausschilderung gab, und wir hatten den Einstieg im „tiefen Busch“ erreicht. Im Schatten war die Temperatur erträglich, aber wie sollte es später in der Sonne werden?

Der Steig war 2015 angelegt worden, in der Hochzeit der internationalen Kletteraktivität am Felsmassiv des Gunung Parang. Größere Schwierigkeiten erwarteten wir nicht, da eine Absicherung mit vielen Tritt- und Haltebügeln hervorgesagt wurde. Im unteren Teil waren wir durch den Schatten des Regenwaldes geschützt.

Noch nach ca. einer halben Stunde prasselte die Sonne auf uns nieder, als wir den bewaldeten Teil der Tour verlassen hatten.

Ab und zu spürten wir einen leichten Windzug der uns trotz der Hitze ein angenehmes Gefühl vermittelte. Auch ein paar Wolken zogen von Zeit zu Zeit auf und verdeckten die direkte Sonneneinstrahlung. Dennoch lag die Temperatur bei 36°C und der Fels strahlte natürlich die Wärme zurück.

Nach einer Stunde Kletterei im weiterhin leichten Gelände gönnten wir uns eine Pause, um ausgiebig Flüssigkeit zu uns zu nehmen.

Weit vor uns sahen wir eine Klettergruppe mit einem Kletterführer, die ebenfalls pausierte. Bereits hier war der Blick über den Dschungel und das unter uns liegende Dorf atemberaubend und wir genossen, trotz der Mühe und Hitze, die Landschaft. Nach einer weiteren Stunde, kurz unter dem Gipfel, hatten wir die vor uns steigende Gruppe eingeholt. Zu unserer Überraschung sprach der  Kletterführer etwas Deutsch, was er in einem hiesigen Deutschkurs  gelernt hatte. Gemeinsam stiegen wir weiter bis zum Gipfel. Er freute sich riesig seine Deutschkenntnisse zu nutzen, und erklärte uns sein Ziel, in Deutschland ein Studium zu beginnen. Oben angekommen verweilten wir nicht lange, da am Nachmittag das Wetter gewöhnlich umschlägt und mit Starkregen und Gewitter daherkommt. So wurden eine paar Fotos geschossen und  schon ging es abwärts.

Für unsere Verhältnisse zwar etwas langsam. Wir wollten aber gemeinsam mit der indonesischen Klettergruppe unten ankommen und unterwegs die Deutschkenntnisse des jungen Kletterführers weiter verbessern. Immer wieder schweifte unser Blick über die Tropenlandschaft von West-Java, ein grandioser Anblick.

Wieder am Ausgangspunkt angekommen, konnten wir natürlich im „Outback“ kein Taxi bestellen. So half uns der junge indonesische Bergführer ganz stolz, eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren. Gemeinsam mit zwei jungen Indonesierinnen, die ganz sittsam mit bedeckendem Kopftuch ausgestattet waren, traten wir den Rückweg an, der dieses Mal mit deutlichem Umweg über eine besser ausgebaute Straße führte. Auf diese Weise konnten wir darauf verzichten vom Klettersteig auf einem Moped bis in das nächst größere Dorf gebracht zu werden, um von dort ein Taxi zu ergattern. Auch umgingen wir, den einsetzenden Starkregen ausgesetzt zu sein. Wieder in Purwakarta angekommen, hieß es Duschen und bis zur Dunkelheit pausieren. In der angenehmen Abendtemperatur konnten wir am Ende des Tages unser Abendessen genießen.

Ein Berg Heil aus Indonesien

Euer Profi

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