Clubtour der Bergpiraten Juli 2018

Treffpunkt: Parkplatz Wehlen

Teilnehmer: 9 Bergpiraten und 1 Enkel von Maritta

Wetter: anfangs 25 Grad, mittags 32 Grad, also heiß

Wanderziel: Gebiet der Stillen Gründe, konkret den Griesgrund aufwärts bis Fremdenweg und zurück, wie nachstehend beschrieben nach Wehlen.

Vom Wehlener Marktplatz gingen wir an der Kirche vorbei den Elberadweg Richtung Rathen. Nach ca. 500 m sind wir nach links aufwärts in den Schwarzberggrund, ein kurzes Teilstück des Malerweges, abgebogen. Nach ca. weiteren 400 m haben wir den Schwarzberggrund wieder verlassen und über eine sehr kleine Brücke den Haldenweg erreicht, dem wir jetzt einige Zeit ohne wesentlichen Höhenunterschied folgten. Erstaunlich waren die vielen Häuser bzw. Hütten im Wald oberhalb des Elbhanges, von wo Treppen oder auf Schienen laufende Aufzüge die Verbindung zum Elbradeweg sicherten, immerhin geschätzte 30 Höhenmeter. Links waren jetzt zeitweise die Weißen Brüche (senkrechte Sandsteinwände, wo bis 1910 Sandstein abgebaut wurde) durch den Wald zu sehen. Fast unmittelbar vor dem Aufstieg in den Griesgrund passierten wir die Karl Stein Hütte, die der Sektion Leipzig des DAV gehört und wo man Übernachtungen buchen kann.

Über eine lange Treppenreihe von Sandsteinstufen links vom Haldenweg ging es dann aufwärts in den Griesgrund. Nach dieser ersten Kraftanstrengung hatten wir den untersten Teil des Griesgrundes erreicht, der uns an dieser Stelle breit und nur geringfügig ansteigend gefiel. Aber bald änderte sich diese Situation nachdem wir linkerhand den im Griesgrund einmündenden „Stille- Gründe-Bergpfad“ passierten, der den Griesgrund mit dem Tümpelgrund verbindet. Die Abstände der Felswände des Griesgrundes wurden immer enger, der anfangs deutliche Weg / Pfad war nur noch schwer erkennbar. Felsbrocken aller Größe, in die Schlucht hereingefallene Bäume, ein kleiner Höhlendurchgang, den man auch mit Mühe umgehen konnte, ein immer steiler werdender Anstieg und eine einzige Eisenklammer an einer privilegierten Stelle forderten uns heraus. Mit anderen Worten: eine echte Kraxelei in einer tollen und zauberhaften Naturkulisse. Ich persönlich war am Fremdenweg, dem obigen Ausgang des Griesgrundes, ziemlich ausgepowert, na ja selber dran schuld. Ich war zwar nicht der Erste, aber ziemlich weit vorn. Man sollte nie aufhören zu lernen. Etwa nach 100 m den Fremdenweg entlang mussten wir leider zur Kenntnis nehmen, dass die Gaststätte „Steinerner Tisch“ geschlossen ist. Eigentlich unglaublich, dem Wirt wurde die Wasserversorgung unterbrochen. Die Rast haben wir uns aber nicht nehmen lassen. Der Rückweg nach Wehlen führte uns durch den Höllengrund, wo mir Gerhard von seiner Kletterei an der Höllengrundscheibe erzählte. Respekt, für mich viel zu hoch, aber ich habe den Felsen fotografiert. Weiter ging es dann durch den Zscherregrund und Wehlener Grund zurück nach Wehlen, wo wir auf dem Marktplatz für den Umsatz der Eisläden gesorgt haben. Ich nehme an, für alle war es wieder eine ansprechende Wanderung, an die man sich gern erinnert. Eine Erkenntnis sollten wir nie vergessen: bei solch heißen Tagen immer die Wanderung in enge Schluchten verlegen, die Felsen wirken trotz aller Anstrengung wie ein Kühlschrank.

Berg Heil, Jürgen

… den Schwarzberggrund hinauf zum Haldenweg und dann Richtung Griesgrund …
… Aufstieg durch den Griesgrund …
… nach einer Rast im Steinernen Tisch geht es in den kühlen Uttewalder Grund …

2 Kommentaren

  1. Eigentlich sollte es ja auch klettern gehen. Dem Wetter entsprechend wählten die BP (Jürgen) eine neue schweißtreibende Route. Wir waren leider verhindert und hoffen zur nächsten Tour dabei zu sein.

  2. Da habt ihr ja wieder eine schöne Wanderung bei noch schöneren Wetter gehabt . Jürgen… wieder eine top Wegbeschreibung!

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