30.01.2016 Schwarzbachtal

Für die Januar-Wanderung 2016 haben die BP eine Tour geplant, die etwas außerhalb der üblichen Routen liegt und in den Bruckmann Wanderbüchern unter „Vergessene Pfade in der Sächsischen Schweiz“ vorgeschlagen wird.

Start am 30.1.2016 10 Uhr in Lohsdorf, Parkplatz am ehemaligen Bahnhof der Schmalspurbahn

Teilnehmer: 12 BP

Wetter: 10°° Uhr trocken, 5 Grad, windig

Los ging es der Markierung (gelber Strich, blauer Punkt) dem Schwarzbach folgend in das gleichnamige Schwarzbachtal. Ein sehr bequemer Weg, den man teilweise auf dem ehemaligen Bahndamm der Schmalspurbahn laufen kann. Kaum vorstellbar, dass hier am 27. Mai 1951 der letzte Zug von Kohlmühle bis nach Hohnstein getuckert ist. Eingeweiht wurde die Strecke 1897, Spurbreite 75 cm mit zwei Tunneln (die einzigen Tunnel aller Schmalspurbahnen in Sachsen). Die Schienen wurden 1951 entfernt, doch noch heute sind  Trasse, Brücken und Tunnel erhalten, eine nostalgische Umgebung. Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir den ersten Tunnel, sein Name: Maulbergtunnel. Nach Durchquerung  kommen wir zu der ehemaligen Schmalspurbahnstation „ Schwarzbachtal“. Das Stationsschild ist das einzige was noch an diese Haltestation der Bahn erinnert. Mein Wunsch mich am Stationsschild mit den anderen BP auf ein Bild zu bringen ist leider gescheitert. Die Mühe war anerkennungswert, sagen wir der Fotoapparat wollte nicht und hat gestreikt. Weiter geht es bis zum Schwarzbergtunnel, dem zweiten Tunnel, der etwas länger als der erste ist. Sehr interessant sind die Eiszapfen im Tunnel.  Ca. 4 km haben wir bis hierher geschafft. Vor dem Tunnel zweigt der markierte Weg nach links ab und führt uns direkt zum Aufstieg an die ehemalige Burganlage „Goßdorfer Raubschloss“. Nach Überquerung einer kleinen Brücke geht es aufwärts auf ca. 200 engen Holzstufen und ein paar Felstritten. Dann ist das Ziel erreicht. Vom Raubschloss selbst ist nicht mehr viel übrig, im 19. Jahrhundert wurde eine Ruinen-Mauer-Attrappe gebaut, die an das ehemalige Raubschloss, was 1372 erstmals urkundlich erwähnt wurde, erinnern soll. Zurück geht es die gleichen Stufen und wir erreichen die Unterführung der Semmeringbahn, auch Sächsisch-Böhmische Nationalparkbahn genannt, in deren unmittelbarer Nähe der Schwarzbach in die Sebnitz fließt. Die Semmeringbahn ist seit dem 5.Juli 2014 zwischen Bad Schandau und Rumburg wieder befahrbar. Diese Fahrt ist empfehlenswert und ein Erlebnis, das Sebnitztal insbesondere, einige Tunnel und viele Brücken sowie wilde Natur.  Etwa 200 m nach der Unterführung und Überquerung der Sebnitz wird endlich die Schutzhütte am Rand der Buttermilchwiese erreicht, gedachter Zwischenaufenthalt zur erweiterten Frühstücksaufnahme. Bis auf eine wurden alle mitgebrachten Glühweinflaschen geleert. Für mich stellt sich immer wieder die Frage, wo kommen nur die vielen und vor allem schweren Flaschen her?? Vielleicht sollte man die Buttermilchwiese in Glühweinwiese umbenennen!! Zur Info: Die Bezeichnung Buttermilchwiese leitet sich ab von einer ehemaligen beliebten Ausflugsgaststätte mit Namen Buttermilchmühle, die hier 1845 erbaut und 1985 durch Blitzschlag abgebrannt ist. Nach der erfolgten Stärkung haben wir noch eine relativ große und anstrengende Strecke vor uns. Erst geht es mal wieder bequem parallel zur Semmeringbahn die Sebnitz entlang. Bei der Station Mittelndorf links ab durch eine Bahnunterführung der Markierung grüner Strich folgend Richtung Ulbersdorf. Nun wird es steil, aber für richtige BP ist das kein Problem. Nachdem wir den Anstieg geschafft haben erreichen wir den höchsten Punkt unser Winterwanderung, die Schutzhütte auf dem Schirm ( 320 m ) mit herrlicher Aussicht, bspw. nach Süden zum Torsteinmassiv, Aussicht nach Nordwesten den Gickelsberg (413 m ) und nach Norden den Unger (537m ). Weiter geht es Richtung Ulbersdorf, im Ort dann rechts auf dem „Langen Weg“ wieder zurück in das Schwarzbachtal,  bei Erreichen noch 10 bis 15 Minuten zu unserem Ausgangspunkt. Schade, dass der Gasthof im Winter zu hat.

Gelaufene Strecke: 12 km

Wanderzeit incl. Frühstücksaufnahme:   5 Stunden

 Berg Heil Jürgen

 

6 Antworten

  1. Hardy Grohmann sagt:

    Danke Jürgen, Du hast in kürzester Zeit wieder einen sehr schönen Clubtourenbericht verfasst den alle BP gern lesen werden. Hardy

  2. Mario sagt:

    Toller Bericht und sehr informativ. Wären gern dabei gewesen. Hoffe die Bergpiraten stehen nicht mehr an der Haltestelle und warten auf den Zug. Super Bild.

  3. Profi sagt:

    Habe heute schon rumtelefoniert, um die Neuigkeiten zur Klubtour zu erfahren. Hardy hat mich beruhigt, dass der Bericht noch heute auf unserer Seite erscheint.
    Also vielen Dank dafür!
    Euer Profi

  4. Christina Grohmann sagt:

    Schöner Bericht, den ich in meiner Mittagspause genossen habe. Diese Wanderung stelle ich mir auch im Herbst sehr schön vor, vielleicht machen wir das nochmal irgendwann….
    Schöne Woche Euch allen, Eure Christina.

  5. Achim u. Uli sagt:

    Super geschrieben, sicher kommst Du zur Schulung vom Mario, dann kannst Du selbst aktiv werden.

  6. Mario sagt:

    Das wäre super.

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